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Kunst und Kultur öffnen eine Tür zu einer Welt voller Fantasie und bieten in dieser schwierigen Zeit eine willkommene Abwechslung. Obgleich Train World vorübergehend geschlossen ist, möchten wir Ihnen unsere temporäre Ausstellung zeigen, die Paul Delvaux gewidmet ist. Wir laden Sie ein, bei einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung in das poetische und geheimnisvolle Universum des surrealistischen Meisters einzutauchen.

Camille Brasseur, Kuratorin dieser Ausstellung, wird Sie führen.

#MuseumAtHome      #TrainWorldAtHome

Der Rundgang durch die Ausstellung ist nach Stationen gegliedert. Das kleine Mädchen im roten Kleid fungiert als Hauptführerin. Der Rundgang beginnt in dem Raum neben der Bahnhofshalle, mit einem echten Schaukasten innerhalb der Ausstellung. In der stillen Atmosphäre dieses Raumes werden zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und persönliche Gegenstände des Künstlers ausgestellt (maßstabsgetreue Modelle, Eisenbahnermütze, Paletten und Pinsel usw.).

 

Von den 1920er bis in die 1970er Jahre zeigen Delvaux' Arbeiten auf Papier, welche Bedeutung er der Eisenbahn beimaß, da er Züge, Personenwagen, Güterwagen und Packwagen zeichnete. Besonders faszinierte ihn dabei der Güterwagen vom Typ Flamme. Als Verbeugung vor dieser Tatsache wurde vor dem Museum auf der Place Princesse Elisabeth ein Original-Eisenbahnwagen aufgestellt.

 

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Innerhalb der Train World fand die Ausstellung der Werke von Delvaux einen Platz in der atemberaubenden Szenografie des Museums.

In Halle 1, gegenüber den beeindruckenden Dampflokomotiven, nehmen zwei Gemälde aus den 1920er Jahren eine herausragende Position ein. Zwischen 1920 und 1922 besuchte Delvaux regelmäßig den Bahnhof Brüssel-Luxemburg, um die Gleise und die arbeitenden Eisenbahner zu zeichnen. Er war so sehr darauf bedacht, das Gefühl der Begeisterung zu vermitteln, das diese „Eisenbahnlandschaften“ hervorriefen, dass er Werke schuf, die mit dem Post-Impressionismus in Verbindung gebracht werden.

 

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Als Kontrapunkt hängt an einer isolierten Bilderschiene das Werk Les Trois Lampes (1964).
Dieses viel spätere Werk zeigt, wie es Delvaux gelang, sich dieses Universum anzueignen und es vollständig mit seinem eigenen zu verschmelzen.

 

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Wenn Besucher den Dachboden betreten, scheint die Zeit stillzustehen. Dieser Raum enthält eine Reihe von Artefakten, die vom kollektiven Gedächtnis der Eisenbahn zeugen. Hier wurden zwei Werke des Künstlers eingefügt, die die zentrale Bedeutung der Frau in Delvaux' Werk offenbaren. Ob allein oder zu mehreren, sie verkörpern seine Fantasie einer idealen Frau – für immer vor dem Zahn der Zeit bewahrt.

 

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Am Eingang zu Halle 2 wurden zwei große Leinwandgemälde zusammengeführt: Les Ombres und Chrysis. Obwohl sie in den 1960er Jahren entstanden, entschied sich Delvaux, nicht mehr in Gebrauch befindliche Schienenfahrzeuge aufzunehmen (einen Eisenbahnwagen mit Bremswagen in Les Ombres und einen Ballonwagen in Chrysis). Er kombinierte Elemente, an die er sich besonders gerne erinnerte.

 

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Ein weiterer Haltepunkt am Ende von Halle 2, an dem weitere Werke ausgestellt werden. Drei Gemälde zeigen die kleinen, altmodischen Bahnhöfe, die Delvaux so liebte. Mit Rückansichten von Charakteren lädt uns der Maler ein, in seine Welt einzutreten, insbesondere im geheimnisvollen Gare Forestière.

 

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Wenn Sie die Halle 3 betreten, verändert das Gesicht von Delvaux seine Form, wenn es Sie am Schrankenwärterhaus begrüßt. L'Age de fer (1952) wird hier gezeigt: eine gelangweilt elegante Venus auf einem Bahnsteig in tiefster Dunkelheit.

 

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In der Nähe befindet sich die Auftragsarbeit, die Delvaux 1963 für die SNCB fertigte: 4 Tafeln mit Darstellungen von Eisenbahnthemen bei Tag und bei Nacht.

 

Hinter der kleinen Treppe auf der rechten Seite findet sich Le Voyage Légendaire (1974), eine vorläufige Version eines großen Gemäldes für das Casino von Chaudfontaine, das durch den Bahnhof des Kurortes inspiriert wurde. Davor steht ein GCI-Reisezugwagen, den Delvaux mehrfach gemalt hat und von dem er das im ersten Saal der Ausstellung gezeigte maßstabsgetreue Modell besaß.

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Weiter unten sind zwei vorbereitende Skizzen für Le Tunnel zusammen mit dem eigentlichen Gemälde ausgestellt. Sie zeugen von der beträchtlichen Vorarbeit, die für ein Gemälde erforderlich ist.

 

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Die Ausstellung wird in Halle 4 mit zwei großen Gemälden fortgesetzt. Sie enthalten Kombinationen der Themen, die Delvaux gerne malte: Frauen, Natur, Züge, Charaktere von Jules Verne und beeindruckend realistische architektonische Strukturen. Gleichwohl erzeugen diese verblüffenden Assoziationen eine geheimnisvolle, poetische Atmosphäre, die einer der Eckpfeiler von Delvaux' Werk ist.

 

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Im Zwischengeschoss zeugt eine Reihe von Fotos von Delvaux' Interesse an der Eisenbahn. Eine Diashow zeigt seine Liebe zum Detail bei der Darstellung der vorhandenen Ausrüstung und die Zuverlässigkeit seiner Inspirationsquellen.

 

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Die Ausstellung endet mit einem neuen Film, der zu diesem Anlass gedreht wurde. Dieses Porträt des Künstlers ist ein bewegendes Zeugnis einer Persönlichkeit, die weit mehr als die belgische Kunstgeschichte geprägt hat und heute international anerkannt ist.

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In Train World gibt es noch viel mehr zu entdecken.

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Bildnachweise:

1. Bild Flashbackx
2. Bild Bart Van Tricht
3. Paul Delvaux, Les cheminots à la Gare du Luxembourg, 1922, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020
4. Paul Delvaux, Gare du Luxembourg sous la neige, 1-1922, private collection, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
5. Paul Delvaux, Les trois lampes, 1964, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent-Everarts
6. Paul Delvaux, Le dernier wagon, 1975 © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent-Everarts
7. Paul Delvaux, Office du Soir, 1971, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
8. Paul Delvaux, Les Ombres, 1-1965, private collection,  © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
9. Paul Delvaux, Chrysis, 1967, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
10. Paul Delvaux, Faubourg, 1960, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020
11. Paul Delvaux, La petite place de la gare, 1963, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
12. Paul Delvaux, La Gare forestière, 11-1960, St Idesbald, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
13. Bild Flashbackx
14. Paul Delvaux, L'age de fer, 1951, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020
15. Paul Delvaux, Le Voyage légendaire, 1974, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
16. Paul Delvaux, Le Tunnel, 4 -1978, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
17. Paul Delvaux, Hommage à Jules Verne, 1971, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020, © Vincent Everarts
18. Paul Delvaux, Le sabbat, 1967, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgien/ SABAM 2020

19. Porträt von Paul Delvaux hinter der Tür eines GCI, in seinem Atelier in Boitsfort, 1976, © Stiftung Paul Delvaux, St. Idesbald, Belgium / SABAM 2020

 

Heute ist Train World von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Schalter geöffnet bis 15:30 Uhr).

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