Auch während der deutschen Besatzung fuhren die Züge in Belgien weiter. Die NMBS/SNCB gewährleistete die Versorgung mit Rohstoffen und Lebensmitteln und hielt damit das Schicksal der Bevölkerung und der Industrie in ihren Händen.
Um diese Aufgabe wahrzunehmen, hatte die Bahn keine andere Wahl, als die Kriegsaktivitäten des Deutschen Reiches mit ihren Dienstleistungen zu unterstützen. Doch die Situation verschlechterte sich rapide. Zwischen 1941 und 1944 waren die belgischen Eisenbahnen an der Deportation von Zwangsarbeitern, politischen Gefangenen, Juden und Roma nach Deutschland und in die osteuropäischen Lager beteiligt. Trotz des starken Widerstands innerhalb des Unternehmens fuhren die Züge bis zum letzten Kriegstag weiter.
Da die SNCB der Pflicht zur Erinnerung besondere Bedeutung beimisst und diese für alle zugänglich machen möchte, ist der Eintritt zur Ausstellung für alle Jugendlichen unter 18 Jahren, einschließlich Schulklassen, kostenlos.

















