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Belgien und die Eisenbahn (19. Jahrhundert)

Ein festlicher Auftakt

Am 5. Mai 1835, knapp ein Jahr nach der Verabschiedung des Gesetzes, konnte die Eisenbahn zwischen Groendreef/Allée-Verte in Brüssel, wo sich der erste Bahnhof befand, und Mechelen eingeweiht werden. So wurde Brüssel zur ersten Hauptstadt der Welt mit einer Zugverbindung. König Leopold I. kam, um sich selbst einen Eindruck zu machen, er fuhr jedoch nicht mit dem Zug mit. Das fand man anscheinend zu riskant.

Drei Züge mit Gästen wurden von Dampflokomotiven aus England gezogen: La Flèche, Stephenson und L’Elephant. Die erste Lokomotive der belgischen Bauart Le Belge verließ am 30. Dezember 1835 die Werkstätten von John Cockerill in Seraing.

"Premier train de 1835 entre Bruxelles et Malines", A. Heinz, vermoedelijk 1885

Die richtige Zeit

Mit der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts wurden Uhren allmählich zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens. Auch in den Bahnhöfen bekamen sie einen prominenten Platz.

Dank der Eisenbahnen wurden die unterschiedlichen Ortszeiten (Sonnenzeit) vereinheitlicht, was die Einrichtung eines klaren Fahrplans ermöglichte. Um 1840 übernahmen alle Bahnhöfe und Städte des Landes die Brüsseler Zeit. Belgien war 1892 das erste Land auf dem europäischen Kontinent, das auf die internationale Standardzeit, die so genannte Greenwich-Zeit, umstieg.

Stationsklok in Brussel-Noord