Zugänglichkeit
Passen Sie Ihre Textgröße an
Heller modus
Dunkler modus
Das brauche ich nicht

Karl Ehlers, Zeichner in Kriegszeiten

Die Schenkung

Der seit 2001 in Brüssel lebende deutschstämmige Justus Schönlau entdeckte um 2020 unter den Hinterlassenschaften seines Großvaters mütterlicherseits, Karl Ehlers, mehrere Zeichnungen, die während des Zweiten Weltkriegs entstanden waren. Zu jener Zeit befand sich Karl Ehlers als Soldat der deutschen Wehrmacht in Belgien.

Großzügigerweise vermachte Justus Schonlau einige dieser Zeichnungen der historischen Sammlung der SNCB. Dank seiner Schenkung werden diese Werke nun in unseren Sammlungen bewahrt, sindin unserer historischen Datenbank zugänglich und werden im Rahmen der Sonderausstellung „Die belgischen Eisenbahnen unter der Besatzung: zwischen Kollaboration und Widerstand“, die bis Juni 2026 in Train World zu sehen ist, der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Künstler: Karl EHLERS (°1904 Hollenbek – † 1973 Detmold)

Karl Ehlers war ein deutscher Bildhauer und Zeichner, der am 16. März 1904 in Hollenbek geboren wurde. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf (1923-1929), war Schüler des Bildhauers Hubert Netzer und verbrachte ein Jahr an der Kunstakademie Istanbul.

Später gab er Unterricht in Zeichnen und Steinmetzarbeiten. Einige seiner Werke wurden im Rahmen der Kampagne gegen „entartete Kunst“ vom Nazi-Regime beschlagnahmt.

Während des Zweiten Weltkriegs war er Soldat und bis 1948 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Danach nahm er seine künstlerische Tätigkeit wieder auf und leitete eine Klasse für Bildhauerei. Karl Ehlers starb am 16. April 1973 in Detmold.